Kurzantwort

Was erkennt eine Wärmebilddrohne an PV-Modulen?

Sie zeigt Temperaturabweichungen, die unter anderem mit Hotspots, Zellmustern, Kontakten, Verschattung oder Verschmutzung zusammenhängen können. Das Wärmebild allein beweist die Ursache jedoch nicht.

Der entscheidende Vorteil der Drohne ist der schnelle Überblick über viele Module bei gleichzeitig eindeutiger Zuordnung durch RGB-Aufnahmen und eine Fundstellenkarte.

01 · Geeigneter Zeitpunkt

Die Anlage muss belastet und das Wetter stabil sein

Aussagekräftige Aufnahmen benötigen ausreichende Sonneneinstrahlung, eine laufende Anlage, wenig Wind und möglichst stabile Bedingungen. Regen oder schnell wechselnde Wolken können Befunde verfälschen.

Kleinere Hausanlagen werden häufig von Frühjahr bis Herbst geprüft. Bei Gewerbeanlagen wird der Zeitpunkt zusätzlich mit Betriebs- und Sicherheitsabläufen abgestimmt.

02 · Ablauf

Vom Vorabcheck bis zur Fundstellenliste

Vor dem Flug werden Größe, Leistung, Montageart, Flugraum und gewünschte Ausgabe geklärt. Anschließend entstehen systematische Thermal- und RGB-Aufnahmen.

Bei der Auswertung werden auffällige Muster geprüft, lokalisiert und nach Dringlichkeit geordnet. Betreiber oder Elektriker erhalten dadurch einen konkreten Arbeitsplan statt einer unsortierten Bildergalerie.

  • Flugraum und Wetter prüfen
  • Anlage unter Last aufnehmen
  • Thermogramme und RGB-Bilder paaren
  • Fundstellen eindeutig positionieren
  • elektrische Nachprüfung empfehlen

03 · Kosten

Der Preis hängt stärker vom Umfang der Ausgabe als vom Flug selbst ab

Eine Grundprüfung kleiner Anlagen beginnt bei LPPJ bei 155 €. Ein thermografischer Bericht beginnt bei 215 €. Für größere Dach- oder Freiflächenanlagen wird nach Modulzahl, Zugänglichkeit und gewünschter Dokumentation angeboten.

Vor der Beauftragung sollte klar sein, ob nur eine orientierende Kontrolle, eine detaillierte Fundstellenkarte oder ein dokumentierter Prüfbericht benötigt wird.

04 · Grenzen

Thermografie zeigt das Symptom, nicht automatisch die Ursache

Ein warmes Modul ist nicht automatisch defekt. Reflexionen, Schmutz, Schatten oder Unterschiede im Betrieb können ähnlich aussehen. Deshalb werden Beobachtung, wahrscheinliche Erklärung und notwendige Nachprüfung getrennt.

Thermografie ersetzt weder elektrotechnische Messungen noch eine Revision. Sie hilft aber, diese Prüfungen gezielt an den richtigen Stellen durchzuführen.

05 · Auswahl des Anbieters

Achten Sie auf radiometrische Daten und nachvollziehbare Zuordnung

Fragen Sie nach Messbedingungen, Qualifikation, radiometrischen Originaldaten, RGB-Paaren und der Form des Berichts. Je größer die Anlage, desto wichtiger ist eine strukturierte Karte aller Befunde.

LPPJ verbindet Drohnenaufnahmen mit zertifizierter Thermografieauswertung und liefert die Ergebnisse für Betreiber, Solarservice oder Elektrofachkraft.

Häufige Fragen

Das sollten Sie vor der Beauftragung wissen

Muss die Anlage ausgeschaltet werden?

Nein. Für Thermografie muss sie in Betrieb und ausreichend solar belastet sein.

Wie lange dauert die Prüfung?

Bei einer kleinen Anlage meist ein bis drei Stunden inklusive Vorbereitung vor Ort; Auswertung und Bericht folgen anschließend.

Kann man defekte Module eindeutig erkennen?

Thermische Auffälligkeiten lassen sich lokalisieren. Die konkrete elektrische Ursache bestätigt eine Elektrofachkraft.

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