Aufgabe
Den Zustand einer großen Dachanlage nachvollziehbar dokumentieren
Ziel war nicht nur das Auffinden farbiger Stellen, sondern eine strukturierte Übersicht, mit der der Betreiber und die Elektrofachkraft direkt weiterarbeiten konnten.
Die anonymisierte Anlage befand sich auf einem Industriedach in Deutschland. Der Einsatz musste mit Betrieb, Wetter, Flugsicherheit und gleichmäßiger solarer Belastung abgestimmt werden.
01 · Aufnahme
Jede thermische Beobachtung braucht ihren sichtbaren Kontext
Die Module wurden systematisch thermisch und im sichtbaren Spektrum aufgenommen. So ließ sich jedes auffällige Muster einem konkreten Modul und einer sichtbaren Dachposition zuordnen.
Insgesamt entstanden 2.156 zusammengehörige Thermal- und RGB-Aufnahmen. Radiometrische Originaldaten erlaubten eine spätere Analyse der Temperaturwerte.
02 · Auswertung
44 Fundstellen wurden nicht einfach als Defekte bezeichnet
Die Auswertung trennte thermische Beobachtung, mögliche Erklärung und empfohlene Nachprüfung. Dadurch wurden Verschattung, Reflexion, Verschmutzung und elektrisch relevante Muster nicht vorschnell gleichgesetzt.
Die 44 Fundstellen wurden nach Dringlichkeit geordnet. Eine davon zeigte eine außergewöhnlich hohe Temperaturdifferenz und wurde für eine sofortige elektrische Kontrolle priorisiert.
03 · Ausgabe
Eine Karte macht aus Tausenden Bildern einen Arbeitsplan
Der Betreiber erhielt eine übersichtliche Fundstellenkarte, eine priorisierte Liste und die zugehörigen Bildpaare. Der Servicetechniker konnte die relevanten Module damit direkt auf dem Dach finden.
Gerade bei größeren Anlagen spart diese Zuordnung Zeit und reduziert das Risiko, dass ein technisch wichtiger Befund in einer großen Bildsammlung übersehen wird.
- Gesamtübersicht der Anlage
- eindeutige Modulposition
- Thermogramm und RGB-Detail
- Priorität der Nachprüfung
- Hinweis zu möglichen Einflussfaktoren
Ergebnis
Thermografie lenkt die elektrische Prüfung an die richtigen Stellen
Die Drohnenprüfung ersetzte keine elektrotechnische Messung. Sie machte jedoch sichtbar, wo diese besonders dringend und wo sie routinemäßig erfolgen sollte.
Das Projekt zeigt, dass der eigentliche Wert nicht in der Zahl der Bilder liegt, sondern in deren Qualität, Zuordnung und fachlich vorsichtiger Interpretation.
Häufige Fragen
Das sollten Sie vor der Beauftragung wissen
Wie lange dauert eine große PV-Prüfung?
Das hängt von Modulzahl, Dachgeometrie, Flugraum, Wetter und Berichtsumfang ab. Aufnahme und Auswertung werden deshalb getrennt geplant.
Warum entstehen mehr Bildpaare als Module?
Überlappung, verschiedene Blickwinkel und Detailaufnahmen sichern Abdeckung und Zuordnung.
Erhält der Betreiber eine Defektliste?
Er erhält eine Liste thermischer Auffälligkeiten mit Priorität. Die elektrische Ursache wird anschließend fachgerecht bestätigt.
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